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SIPEX spielfreie Hochleistungskupplung
FLENDER Kupplung

SIPEX spielfreie Hochleistungskupplung

SIPEX-Kupplungen sind torsionssteif und spielfrei.
Sie zeichnen sich durch ihre kompakte Bauweise und hohe Leistungsdichte aus. SIPEX-Kupplungen verbinden Maschinenwellen und gleichen Wellenfluchtungsfehler aus, die bei der Montage oder im Betrieb auftreten können.
SIPEX-Kupplungen eignen sich für alle Antriebsanwendungen, die eine Kupplung erfordern, die sowohl Positioniergenauigkeit als auch eine zuverlässige, verschleiß- und wartungsfreie Drehmomentübertragung bietet.

    Vorteile

    SIPEX-Kupplungen eignen sich für die horizontale, vertikale oder jede andere gewünschte Montageposition. Die Kupplungsteile können je nach Bedarf an den zu verbindenden Wellenenden angeordnet werden.
    Die Metallbälge sind sehr verwindungssteif und gewährleisten in Kombination mit verschiedenen Klemmverbindungen eine absolut winkeltreue Drehmomentübertragung zwischen den verbundenen Wellen. Das Trägheitsmoment ist gering.
    SIPEX-Kupplungen gleichen axiale, radiale und winklige Wellenfluchtungsfehler mit nur geringen Rückstellkräften aus. Innerhalb ihrer technischen Grenzen sind SIPEX-Kupplungen verschleißfrei und bieten daher eine unbegrenzte Lebensdauer.

    Anwendung

    SIPEX-Kupplungen sind in 19 Standardgrößen erhältlich, davon 7 Miniaturversionen und 12 Standardausführungen. Die Nenndrehmomente reichen von 0,1 bis 5000 Nm. Die Kupplung ist für Umgebungstemperaturen von -30 °C bis +120 °C geeignet.
    Für höhere Umgebungstemperaturen bis zu +250 °C sind Kupplungen erhältlich, die mit alternativen Verfahren hergestellt werden.
    SIPEX-Kupplungen aus dem Standardprogramm eignen sich besonders für den Einsatz in hochdynamischen Antrieben, wie zum Beispiel Linearachsen in Werkzeugmaschinen, Verpackungsmaschinen oder Druckmaschinen, oder allgemein für die Automatisierungstechnik.
    SIPEX-Kupplungen aus dem Miniaturbereich sind für den Einsatz in Kombination mit Drehgebern, Schrittmotoren oder Tachometern konzipiert.

    Design und Konfigurationen

    SIPEX-Kupplungen bestehen aus zwei Nabenteilen, die mittels Faltenbälgen aus hochfestem Edelstahl miteinander verbunden sind.
    Die Naben können mit den Wellen durch viele verschiedene Methoden verbunden werden, darunter Stellschrauben, Keilverbindungen, Schlitzklemmnaben, Halbschalennaben, Klemmnaben oder Spreiznaben.
    Dank ihrer Metallbälge sind SIPEX-Kupplungen torsionssteif, aber dennoch flexibel. Eine Fluchtungsabweichung der verbundenen Wellen führt zu einer Verformung der Metallbälge.

    Kopplungsmaterialien
    Je nach Ausführung der Kupplung bestehen die Naben aus Aluminium (N, G, H) oder Stahl (K, I), optional sind aber auch Varianten aus Edelstahl erhältlich.
    Alle Metallbälge sind aus Edelstahl gefertigt und je nach Größe und Anwendung als ein- oder mehrwandige Ausführungen erhältlich. Sie sind in verschiedenen Standardlängen verfügbar.
    Metallbälge lassen sich mit verschiedenen Nabenvarianten zu einer kompletten Einheit kombinieren. Sobald die Naben mit den Metallbälgen verbunden sind, können sie nicht mehr demontiert werden.

    Hub-Versionen
    Hub-Beschreibung
    N-Nabe mit Stellschrauben
    G-geschlitzte Klemmnabe
    H Halbschalen-Klemmnabe
    K-Klemmnabe mit Außenkegel
    I Klemmnabe mit Innenkegel
    S-förmige Nabe
    Die Naben werden standardmäßig mit einer Bohrungstoleranz H7 und ohne Keilnut geliefert.
    Die Ausführungen N, G und H sind optional mit Keilnut nach DIN 6885-1 erhältlich.
    Die Passtoleranz der gekoppelten Wellenenden sollte g6 oder h7 betragen.

    Versionen von SIPEX-Kupplungen
    Typbeschreibung
    SNN-Nabe mit Stellschraube auf beiden Seiten
    SGG Schlitz-Klemmnabe auf beiden Seiten
    SGG-A Geschlitzte Klemmnabe - für axiales Stecken
    SHH-Halbschalen-Klemmnabe auf beiden Seiten
    SKK-Klemmnabe mit Außenkegel auf beiden Seiten
    SHH-W Antriebswelle mit halbschalenförmigen Klemmnaben
    SII-Klemmnaben mit Innenkegel auf beiden Seiten
    SGS-Nabe 1: Schlitznabe, Nabe 2: Spreiznabe
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    Kupplungsdimensionierung

    Dimensionierung nach Drehmoment
    Es muss sichergestellt werden, dass die Kupplung die regelmäßig am Antriebs- oder Lastende auftretenden Drehmomentspitzen sicher übertragen kann. Der Betriebsfaktor dient zur Beschreibung der Abweichung zwischen der tatsächlichen Kupplungslast und der tatsächlichen Belastung.
    Ideale Lastbedingungen:
    TKN ≥ TAS ⋅ FB oder TLS ⋅ FB
    Drehmomentkennlinie des Antriebs, Betriebsfaktor FB
    Uniform 1.5
    Nicht einheitlich 2
    Grob 2,5 - 4
    Servomotoren (Werkzeugmaschinen) 1,5 - 2
    Dimensionierung nach Beschleunigungsmomenten
    Die korrekte Kupplungsgröße kann anhand von Beschleunigungs- oder Verzögerungsmomenten genauer berechnet werden, da das Spitzendrehmoment an der Kupplung durch das Verhältnis der Trägheitsmomente an Antriebs- und Lastseite reduziert wird:

    Kupplungsdimensionierung
    Überprüfung des maximalen Torsionswinkels
    Wenn die Anwendung einen maximalen Torsionswinkel der Kupplung erfordert, muss die gewählte Kupplungsgröße daraufhin überprüft werden, ob sie für die betreffende Anwendung ausreichend torsionssteif ist:
    Überprüfung der Höchstgeschwindigkeit
    Für alle Lastsituationen gilt: nKmax > nmax
    Überprüfung der zulässigen Wellenversatz
    Die tatsächliche Wellenverlagerung muss für alle Lastsituationen geringer sein als die zulässige Wellenverlagerung.
    Überprüfung der Wellen-Naben-Verbindung
    Bei Klemmverbindungen ohne Federweg muss sichergestellt werden, dass das übertragbare Drehmoment der Nabenverbindung größer ist als das maximale Drehmoment an der Kupplung.

    Technische Informationen

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